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Rufnummernportierung für Vertragskunden – so nehmen Sie Ihre Rufnummer mit

Wenn Sie bereits einen Mobilfunkvertrag haben, sich aber für einen neuen Abschluss entscheiden, dann stehen Sie vor der entscheidenden Frage: eine neue Rufnummer nehmen und alle Kontakte darüber informieren oder einfach die alte Nummer mitnehmen? Doch wie einfach ist letztere Alternative? Wir zeigen es Ihnen!

Was Sie vor der Portierung beachten müssen

Es gibt drei Dinge, die Sie schon vorzeitig beachten sollten, wenn Sie Ihre Rufnummer portieren wollen:

  • Eine sofortige Portierung ist möglich, der Alttarif muss aber weiter gezahlt werden.
  • Eine Portierung ist nur bis 30 Tage nach Ablauf des Alttarifs möglich.
  • Eine Rufnummernmitnahme ist nicht kostenlos: Der Altanbieter darf Ihnen bis zu 30,72 Euro in Rechnung stellen. Details finden Sie im Artikel: Wie teuer ist die Mitnahme der Handynummer?
Das heißt, dass Sie sich nicht erst gegen Ende eines Tarifs um ein neues Angebot und die Portierung Ihrer Rufnummer kümmern sollten. Als Erinnerung dienen hier im Grunde die Konditionen des Alttarifs. Denn die meisten Handyverträge mit Mindestlaufzeit bringen eine Kündigungsfrist von 3 Monaten mit – in dieser Zeit sollten Sie sich also um die Portierungsbeantragung kümmern. Bei monatlich kündbaren Tarifen möglichst noch eher.

Neuer Tarif im eigenen oder Fremdnetz?

Bei manchen Netzen ist es möglich, dass Sie Ihre Nummer nicht portieren können. Vor allem unter Discountern im gleichen Netz ist dies manchmal ausgeschlossen. Sie sollten also stets das Kleingedruckte von Angeboten beachten. Dementgegen gibt es allerdings die Möglichkeit – bspw. bei o2 und E-Plus – Nummern auf bereits bestehende Verträge zu übertragen.

Wenn Sie einen neuen Handyvertrag nicht direkt bei einem Mobilfunkanbieter sondern über einen Online-Reseller abschließen wollen, dabei ändert sich aber nicht der Mobilfunkanbieter, dann können Sie Ihre Nummer meistens nicht mitnehmen.

Zum Beispiel: Sie haben einen Vertrag bei otelo, welcher bald ausläuft, und wollen über das Online-Plattform check24 oder sparhandy auch bei otelo einen neuen Vertrag abschließen, dann wird Ihre Nummer nicht portiert.

Ist die Möglichkeit für die Mitnahme der alten Rufnummer gegeben, dann sollten Sie erstens nicht lange zögern und zweitens die richtigen Schritte zur richtigen Zeit gehen (s. unten). Halten Sie sich im Zeitraum der Portierungsmöglichkeit nicht an geforderte Formalien, kann nach Verstreichen der Fristen Ihr Recht auf Rufnummernmitnahme verfallen.

Keine Abweichungen in Kundendaten erlaubt

Nur wenn sowohl beim alten Mobilfunkvertrag als auch beim neuen Angebot die jeweils gleichen Daten zum Kunden angegeben wurden, lässt sich die Nummer auch problemlos übertragen. Abweichungen sorgen hier für die Ablehnung der Portierung – und das recht schnell, da die Daten maschinell geprüft werden.

Häufig gibt es daher Probleme bei der Übertragung von Nummern, die zu Dienstgeräten gehörten, nun aber als Privatnummer des aus dem Unternehmen scheidenden Mitarbeiters dienen sollen. Dessen Anschrift stimmt natürlich nicht mit der Firmenanschrift überein.

Im Zweifelsfall sollen Sie vor der Portierung die Daten (Name, Vornahme, Adresse, Alter) des alten Vertrags überprüfen und im Falle der Abweichungen beim auslaufenden Vertrag erst anpassen.

Kann man auch Festnetznummern portieren?

Es gibt bereits sehr viele Mobilfunk- und Komplett-Anbieter, die Mobilfunkverträge inklusive Festnetznummer anbieten. Da liegt die Frage nahe, ob man nicht seine alte Festnetznummer zu einem solchen Angebot mitnehmen könnte. Und das geht in einigen Fällen sogar.

Aber Achtung: Wollen Sie die Nummer eines Festnetzanschlusses mitnehmen, dann dürfen Sie diesen nicht selber kündigen! Beantragen Sie lediglich die Portierung beim Mobilfunk-Provider. Dieser kümmert sich dann um alles.

So funktioniert die Rufnummernmitnahme im Detail

Rufnummernportierung für Vertragskunden

  1. Als erstes steht die Kündigung des alten Vertrags an.
    Der alte Mobilfunkanbieter (nicht Netzbetreiber) ist dabei verpflichtet, 120 Tage vor und 30 Tage nach Beendigung des Vertrags die Nummer zur Portierung freizugeben. Die Kündigung kann dabei recht formlos gehalten werden, sollte aber alle wichtigen Angaben sowie den Wunsch der Portierung zum neuen Anbieter enthalten.
  2. Als zweites ist die Rufnummernmitnahme einzuleiten.
    Das ist bei der Buchung eines neuen Tarifs zu tun. Bei vielen Anbietern im Netz finden Sie während des Bestellvorgangs einen Button oder Link mit „alte Rufnummer mitnehmen“, „vorhandene Rufnummer portieren“ oder ähnlichem. Ist eine solche Option nicht gegeben, lohnt ein Anruf bei der jeweiligen Hotline oder der Abschluss des Vertrags im Laden.
  3. Der dritte Schritt ist die letztendliche Portierung.
    Der neue Anbieter nimmt mit dem alten Kontakt auf, die angegebenen Daten werden verglichen und die Einhaltung der Fristen kontrolliert. Ist alles korrekt, bekommt der neue Anbieter zeitnah Bescheid, wann die Nummer portiert werden kann – und gibt dem Kunden die Information weiter.

Von einer SIM zur anderen – was ist dazwischen?

Meist teilt Ihnen der neue Provider (per SMS) mit, wann die von Ihnen gewünschte, alte Rufnummer mit der neuen SIM-Karte zur Verfügung steht. Dafür muss allerdings der alte Provider eben jene Nummer in seinem System deaktivieren. Von dieser Deaktivierung bis zur Möglichkeit der neuerlichen Nutzung kann ein Übergangzeitraum auftreten, in dem Sie keine Mobilfunkleistungen in Anspruch nehmen können. Dieser Zeitraum ist in Regelfällen aber minimal. Die Portierung findet dazu meist zwischen 0:00 Uhr und 9:00 Uhr statt.

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